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Entwicklungen im europäischen Versicherungsrecht


Kundenzufriedenheit ist in erster Linie eine Frage des Vertrauens, des Vertrauens des Kunden in das Unternehmen. Dieses Vertrauen muss man sich als Unternehmen jedoch erst verdienen. Wie verdient man sich als Unternehmen das Vertrauen der Kunden?

Ein Unternehmen kann sich Kundenvertrauen nur verdienen, indem es seine Geschäftstätigkeit mit Sorgfalt und Fairness betreibt, eine sehr gute interne Kontrolle aufweist und vor allem transparente und passende Produkte anbietet. Transparenz im Versicherungsbereich bezieht sich nicht nur auf die Versicherungsprämien, sondern betrifft, abgesehen von den Vertriebskanälen, vor allem das juristische Vertragswerk und geht weit über den heimischen Konsumentenschutz hinaus.  Folgende Fragen wie beispielsweise „Sind die Informationen für den Konsumenten gut verständlich?" „Sind alle relevanten Informationen hinsichtlich des versicherten Risikos und der Leistungen des Versicherers vorhanden?" werden auf europäischer Ebene von den Aufsichtsbehörden wie der European Insurance and Occupational Pensions Authority (EIOPA) gesammelt und einer kritischen Analyse unterzogen.

 

                                   Legal

 

 

 

Zu einem der wichtigsten Kernbereiche und Aufgabengebiete der EIOPA  gehört nach Artikel 9 Absatz 1 lit a)[1] der Gründungscharta das Sammeln, Analysieren und Publizieren von Konsumententrends im Versicherungsbereich. Dieser Aufgabe kommt die EIOPA unter Zuhilfenahme der nationalen Regulierungsbehörden nach und stellt der Öffentlichkeit die Ergebnisse in „Consumer Trend Reports" zur Verfügung. Diese Reports, Trends und vor allem die Schwachstellen im Versicherungsbereich werden in der europäischen Gesetzgebung (zB IMD II) und somit indirekt auch in der nationalen Gesetzgebung berücksichtigt.

Dazu ist anzumerken, dass es sich beim gegenständlichen Report um einen Querschnitt der Praktiken und Unterlagen aus allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union handelt und somit keine direkten Rückschlüsse auf Österreich zu ziehen sind. Jedoch ist zu bedenken, dass die von der EIOPA festgestellten Praktiken und Vorgehensweisen im Zuge der Rechtsetzung direkt in die Diskussionen der europäischen gesetzgebenden Stellen einfließen.

Im letzten Consumer Trend Reports für 2013[2] hat die EIOPA für den Versicherungsbereich einige verbesserungswürdige Praktiken aufgezeigt, die einerseits die Unterlagen der Versicherungsprodukte und deren Informationsgehalt sowie andererseits die Vertriebskanäle und Vertriebspraktiken betreffen.

Auffällig für die EIOPA war die fehlende Transparenz in den Versicherungsunterlagen, hier vor allem in den Marketing- und Sales- Unterlagen. Es wurde insbesondere das Fehlen von transparenten Angaben hinsichtlich des Leistungsumfanges, des versicherten Risikos sowie der Prämien beklagt. Es sei aufgrund der „inhaltsleeren" Unterlagen für den Konsumenten schwierig, Versicherungsprodukte zu vergleichen, ein für den Konsumenten passendes und vor allem seinen Wünschen entsprechendes Versicherungsprodukt zu finden. Zusammen mit dem mangelnden Wissen der Konsumenten im Bereich Finanzen mache dies eine fundierte Entscheidung des Konsumenten fast unmöglich.

BNP Paribas Cardif ist bestrebt, dieser Entwicklung Rechnung zu tragen und dem Konsumenten durch eine transparente Gestaltung von Verkaufsunterlagen, durch verständlichere und leichter fassliche Versicherungsbedingungen eine fundierte Basis zur Information über die jeweiligen Versicherungsprodukte zur Verfügung zu stellen.

 


 

[1] Regulation (EU) No. 1094/2010 of the European Parliament and the Council of 24 November 2010, establishing a European Supervisory Authority (European Insurance and Occupational Pensions Authority), amending Decision No. 716/2009/EC and repealing Commission Decision 2009/79/EC 

[2] EIOPA-BoS-14/207